Lichttherapie: Sicherheit und Nebenwirkungen

Die Lichttherapie ist eine effektive, natürliche und sichere Behandlung, vorausgesetzt dass Sie sich ein gutes Lichttherapiegerät anschaffen und die Gebrauchsanleitung und Anweisung Ihres Arztes gut beachten.

Nebenwirkungen der Lichttherapie

Untersuchungen zeigen, dass eventuelle Nebenwirkungen am Anfang der Therapie erheblich milder und tolerierbarer werden als Nebenwirkungen von Antidepressiva. Wenn es zu Nebenwirkungen kommt, verschwinden diese innerhalb einiger Tage. Nur wenig Menschen brechen die Behandlung wegen eventueller Nebenwirkungen ab. Die meistberichteten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, ermüdete oder irritierte Augen und Übelkeit. In seltenen Fällen wird Manie genannt. (Unter Manie versteht man eine Periode einer abnormal und bleibend euphorischen oder verärgerten Stimmung.)Die Lichttherapie kann die Wirkung eines Antidepressivums oder eines Antipsychotikums verstärken. Viele Ärzte nutzen die Kombination der Lichttherapie mit einem Antidepressivum. Vorteil dabei ist, dass die Dosierung der Antidepressiva nicht erhöht werden muss. Beraten Sie sich immer zuerst mit Ihrem Arzt, wenn Sie ein psychoaktives Medikament verwenden und eine Behandlung mit der Lichttherapie beginnen wollen.

Sicherheit für die Augen

Vor allem wird natürlich unter den Wissenschaftlern und Ärzten die Sicherheit der Augen diskutiert. Umfangreiche Untersuchungen und Langzeitstudien mit der Lichttherapie melden keine Beschädigung der Augen. Dennoch wurden mehrere Fälle veröffentlicht und beschrieben, bei denen eine Beschädigung der Augen durch die Lichttherapie suggeriert wird.

UV-Licht

UV-Licht ist für die Augen schädlich. Noch immer kann man Lichttherapiegeräte kaufen, bei denen das Licht auch UV-Licht enthält. Verwenden Sie solche Lampen nicht. Manche Lichtduschen besitzen eine UV-filternde Kappe oder Linse. Die Qualität des Materials kann unterschiedlich sein, wodurch möglich ist, dass nicht das gesamte UV-Licht absorbiert wird.

Blaulichtgefährdung

Blaues Licht (462 Nanometer) wird zwar im Allgemeinen als die effektivste Wellenlänge für die Lichttherapie betrachtet, dessen ausschließliche Verwendung wird jedoch aufgrund des befürchteten höheren Risikos für Augenschäden breit diskutiert. Wird das Auge ausschließlich blauem Licht ausgesetzt, werden bestimmte natürliche Schutzfunktionen des Auges nicht aktiviert. Dieses Phänomen wird in der medizinischen Literatur als „Blue Light Hazard“ oder Photoretinitis beschrieben. Sobald das blaue Licht mit anderen Farben kombiniert wird, besteht diese Gefahr nicht mehr und die natürliche Schutzfunktion des Auges bleibt erhalten. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder im Internet über die Blaulichtgefährdung. Denn Sie haben nur ein Paar Augen. Sorgen Sie gut dafür. Sie selber entscheiden, was Sie nehmen.

Photosensitive Medikation

Es gibt Medikamente, die den Körper und die Augen empfindlicher für Licht machen. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um ultraviolettes Licht (UV). Wegen der potenziellen Gefahr wird geraten den Einsatz eines Lichttherapiegerätes zusammen mit Medikamenten immer zuerst mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Medikamente, die Ihre Augen für (UV-)Licht empfindlicher machen können, sind bestimmte Antibiotika, medizinische Salben für die Haut, Lithium, Johanniskraut und Diuretika.

Kontraindikationen

Es gibt nur ein paar Kontraindikationen für die Lichttherapie. Die Kontraindikationen gelten nicht universell für jede Lichtdusche, weil unterschiedliche Lichttechniken bestimmte Risiken ausschließen können. Lesen Sie darum die Gebrauchsanleitung der Lichtdusche gut durch, bevor Sie mit der Behandlung beginnen:
  • das Vorkommen einer Manie. (Bei manischer Depressivität kann die Lichttherapie auch während einer depressiven Episode eingesetzt werden. Weil man nicht immer am Morgen weiß, ob jemand einen manischen oder einen depressiven Tag erlebt, wird empfohlen die Lichttherapie am Vormittag einzusetzen, abhängig vom Gemütszustand.)
  • Menschen mit Augenkrankheiten, Augenerkrankungen, z. B. durch Diabetes mellitus oder Makuladegeneration.
  • die Verwendung von Medikamenten, die das Auge für Licht empfindlicher machen.
  • die Verwendung in Kombination mit Lithium.

Nochmals, die Lichttherapie ist eine effektive, natürliche und sichere Behandlung, vorausgesetzt dass Sie sich ein gutes Lichttherapiegerät anschaffen und die Bedienungsanleitung und die Anweisungen Ihres Arztes gut einhalten. Informieren Sie sich darum erst bei Ihrem Arzt, bevor Sie mit einer Behandlung beginnen.

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