Winterdepression und die Lichttherapie

Winterdepression – im Sommer geht es ja noch; sobald es aber kühl und bewölkt wird und der Herbst sich einstellt, versagt der Körper und lässt einen im Stich. Müdigkeit, Energielosigkeit, Schwermütigkeit, ein außerordentliches Schlafbedürfnis, Gewichtszunahme durch ein gesteigertes Bedürfnis, viele Kalorien wie Snacks, Chips, Süßigkeiten und Schokolade zu verschlingen, sind nur einige charakteristische Symptome einer Winterdepression (Seasonal Affective Disorder, SAD, Saisonal abhängige Depression). Für viele ist dies ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. Typisch an einer Winterdepression ist, dass die Beschwerden verschwinden, sobald der Frühling kommt. Mit der Lichttherapie ist jedoch eine Winterdepression gut zu behandeln.

Symptome einer Winterdepression

Wenn Ihnen die folgenden Symptome hauptsächlich im Herbst und Winter bekannt vorkommen, besteht die Möglichkeit, dass Sie an einer Winterdepression leiden:
  • (permanente) Müdigkeit.
  • übernatürliches Schlafbedürfnis.
  • Trübseligkeit, sich depressiv fühlen.
  • Konzentrationsprobleme.
  • viel schlafen und doch nicht ausgeruht wach werden.
  • Gereiztheit, Unruhe.
  • gesteigerte Esslust (hauptsächlich kalorienreiche Nahrungsmittel wie Pasta, Schokolade und Süßigkeiten).
  • Gewichtszunahme, manchmal sogar 4–6 kg.
  • vermindertes Interesse an intimem Zusammensein und Sex.
  • Passivität, Apathie.
  • Abnahme des Bedürfnisses an sozialen Kontakten.

Eine subsyndromale Winterdepression wird manchmal auch „Wintertief“,  „Wintermüdigkeit“ oder „Winterblues“ genannt. Nicht alle Symptome einer Winterdepression spielen eine Rolle, sie haben jedoch einen unangenehmen Einfluss auf Ihr psychisches bzw. körperliches Wohlempfinden. Hauptsächlich Müdigkeit und ein vermindertes Energieniveau sind Beschwerden, über die viele im Herbst und Winter klagen. Ein Wintertief ist eine mildere Form einer Winterdepression.

3 bis 5% der deutschen Bevölkerung leiden jährlich an einer Winterdepression. Die Zahl derjenigen, die an einer subsyndromalen Winterdepression leiden, ist jedoch noch viel höher. Eine Winterdepression kommt öfter bei Frauen als bei Männern vor.

Ursache einer Winterdepression

Wissenschaftler vermuten, dass eine Winterdepression durch zu wenig Licht entsteht. Die biologische Uhr (circadianer Rhythmus) des Körpers gerät dadurch aus dem Gleichgewicht. Weil die Tage im Herbst und Winter kürzer und dunkler sind, läuft die biologische Uhr des Körpers nicht mehr im selben Tempo wie die Uhr des natürlichen Tag- und Schlafrhythmus. Folge ist, dass verschiedene biologische Prozesse im Körper durcheinandergeraten. Der Körper produziert als Folge während der dunklen Monate extra Schlafhormon. Normalerweise wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin, sobald Sie am Morgen wach werden, unter Einfluss von genug Tageslicht abgebrochen. Im Winter geschieht dieses jedoch bei vielen Menschen nicht oder erst im Verlaufe des Tages, wodurch auch tagsüber noch das Schlafhormon im Körper vorhanden ist. Hierdurch entsteht ein konstant müdes und mattes Gefühl, selbst noch nach 14 Stunden Schlaf.

Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass eine eskalierte biologische Uhr die Tagesproduktion wichtiger Neurotransmitter und bestimmter Aktivierungshormone negativ beeinflusst. Stoffe wie Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und Kortisol beeinflussen das Gemüt, die Esslust, das Konzentrationsvermögen und das Leistungsvermögen.

Obwohl Wissenschaftler weltweit schon jahrzehntelang das Entstehen einer Winterdepression untersuchen, weiß man immer noch nicht genau, warum der eine Winterdepression entwickelt und der andere nicht. Es sieht danach aus, als ob einige Menschen einfach eine schwächere Körperuhr haben oder entwickeln, je älter sie werden. Manchen Menschen reicht es auch im Winter aus, am Morgen, wenn der Wecker klingelt oder sie normales Morgenlicht umgibt, ihren Körper zu starten. Andere brauchen jedoch mehr. Sich zu bestimmten Zeiten vor eine intensive Lichtquelle zu setzen, erwies sich als eine effektive Behandlung.

Es konnte endlich wissenschaftlich bewiesen werden, dass eine Winterdepression (Winterblues) ausgezeichnet mit der Lichttherapie behandelt werden kann.

Anwendung der Lichttherapie bei Winterdepression

Bei einer Winterdepression oder einem Winterblues wird die Lichttherapie am frühen Morgen eingesetzt. Hierdurch erhält der Körper ein deutliches Signal, dass der Tag begonnen hat. Die Lichttherapie am frühen Morgen unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, wodurch zusätzliche Energie, eine bessere Stimmungslage während des Tages und ein verbessertes Schlafmuster entstehen.
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Winterdepression Test

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